Veganes Rührei

Eine echte Alternative zu Rührei: unser veganes „Rührei“ aus Kichererbsen, Tofu und cremiger Avocado. ♥ Serviert auf einem Bett aus Rucola ein leckeres und stärkendes Frühstück!

  • Leicht
  • 20min
Los gehts!
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Einleitung

Rührei, aber bitte ohne Ei!

Stop. Ja, ich weiß: spätestens nach Lesen der Überschrift "Veganes Rührei" für dieses Rezept werden ganz sicher einige Finger in die Luft schnellen um zu protestieren – wieso müssen vegane Köche so ein Gericht nach dem geschmacklichen Vorbild benennen, wenn doch hier Eier gar nicht verwendet werden?
Und wieso wollen manche Veganer etwas in Optik und/oder Geschmack überhaupt nachahmen, das sie aus guten Gründen ablehnen?

Diese Fragen poppen bei vielen Menschen sofort auf, wenn ihnen solche vegane Rezepte oder Produkte wie beispielsweise unser veganes Rührei begegnen. Das ist völlig in Ordnung, denn Fragen stellt man in der Regel dann, wenn man sich eine Antwort von dem oder den angesprochenen erhofft, um etwas besser verstehen zu können.
Vielleicht ist für euch meine Antwort als Erstellerin dieses Rezeptes für "veganes Rührei“ interessant:
Viele Veganer und Neu-Veganer recherchieren mithilfe der etablierten nicht-veganen Namen von Gerichten, wenn sie auf Rezeptsuche gehen. Anders wäre es schwer bis unmöglich, je Inspirationen und Rezepte zum Gewünschten zu finden. Wer finden will, muss exakt beschreibende Worte für das Gericht seiner Begierde verwenden. So auch im Falle unseres veganen Rühreis.
Manche kennen das Problem vielleicht aus eigener Erfahrung: man hat im letzten Urlaub diese unvergesslich leckere Speise gegessen, an deren Bezeichnung man nicht mal mehr ansatzweise erinnert  – viel Spaß in dem Fall bei dem Versuch, das richtige Rezept online zu finden! Das kann unter Umständen sehr lange dauern und manchmal wird man auch nie fündig…

"Aber warum ein veganes Rührei ohne echte Eier darin in Optik und Geschmack imitieren?", fragen sich manche weiter.
Meine persönliche Antwort darauf: geschmacklich an gewohnten und liebgewonnenen Gerichten zu hängen ist nichts, dessen man sich schämen müsste. Und es macht Spaß, als Veganer/in kreativ in der Küche zu experimentieren, die Erfolgserlebnisse beim Veganisieren früherer Leibspeisen machen Freude und tun niemandem weh. Über neue Arten der Zubereitung lernt man auch ganz viel: ganz automatisch setzt man sich damit auseinander, welche Aufgaben einzelne Zutaten in einer Rezeptur erfüllen, welche Gewürze bestimmte Zutaten abrunden und man staunt über die vielen alternativen Möglichkeiten. Im handgeschriebenen Kochbuch meiner Großmutter stehen z.B. erstaunlich viele Kuchenrezepte ohne Ei – logisch eigentlich, dass man sich mangels einer Zutat immer schon einfach tolle Alternativen überlegte, um möglichst zum selben Geschmacksergebnis zu kommen.
Und beinahe alles ist vegan möglich – diese Erkenntnis habe ich meiner Mutter zu verdanken, die keine Veganerin ist: als ich vor 10 Jahren vegan wurde, war es für sie eine Selbstverständlichkeit und ihr Anspruch, meine Lieblingstorte zu veganisieren. ♥ Und dieser großen Liebe hätte ich, um ehrlich zu sein, sehr nachgeweint.

Ei, zwei, drei…

Mich hat Avocado, so einfach in Scheiben geschnitten und auf ein Stück Brot gestrichen, immer stark an „Ei“ erinnert. Vielleicht das Beißgefühl, die Konsistenz, irgendwas.
So kam die Idee, Avocado, Kichererbsen und Tofu zusammen in den Ring zu schicken und aus den Dreien ein köstliches Rezept für eine leckere vegane Alternative zu Rührei zu entwerfen.
Probiert es einfach mal aus, hoffentlich schmeckt euch unser Rührei Rezept in einer veganen Variante genauso gut wie uns. ♥
Und habt Verständnis für diese kleinen „Besonderheiten“ mancher veganen Namensgebungen, denn:  Ich finde, Kochen war noch nie so kreativ wie heutzutage. So viele vegane Köche und Hobbyköche teilen viele großartige Ideen und die vegane Küche bringt viel Neues hervor. Kochen und Essgenuss kommen nicht ohne Vergleiche und Beschreibungen aus, aber das ist sicher keine Sache, an der sich jemand stören sollte. Dennn Egal ob ich meine Speise nun veganes Rührei nenne oder mir einen kreativen anderen Namen dafür ausdenke... Die Hauptsache ist doch immer dieselbe: Schmecken muss das Rezept! ♥

Mein Tipp:
Wer wirklich extra einen ganz typischen Eiergeschmack in seinem veganen Rührei mag, der würzt mit Kala Namak – Ein Gewürz, eigentlich ein vulkanisches Steinmineral, das mit seinem speziellen Geschmack und Schwefelgeruch einen Ei-flavour in jedes Gericht zaubert.

Für wie viele Personen willst du kochen?

Das brauchst du

  • ˙  2 Stck. Frühlingszwiebeln
  • ˙  etwas Olivenöl, zum Braten
  • ˙  260 g Kichererbsen in der Dose (Abtropfgewicht)
  • ˙  400 g Tofu, Natur
  • ˙  60 ml Hafer Cuisine
  • ˙  1 geh. TL Curcuma
  • ˙  etwas Salz
  • ˙  etwas Schwarzer Pfeffer
  • ˙  1 Prise Chiliflocken
  • ˙  1 Stck. reife Avocado
  • ˙  etwas Schnittlauch, fein gehackt
  • ˙  1 Handvoll Rucola

Zubereitung

Zutaten vorbereiten

Zutaten vorbereiten
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Zutaten vorbereiten

Wir starten mit unserem veganen Rührei. Frühlingszwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und in etwas Öl anbraten.Inzwischen Kichererbsen in ein Küchensieb geben und mit kaltem Wasser gründlich abspülen. Ein Drittel vom Naturtofu würfeln, mit den Kichererbsen und HaferCuisine in den Küchenmixer geben, fein pürieren.

Wir starten mit unserem veganen Rührei. Frühlingszwiebel schälen, in feine Ringe schneiden und in etwas Öl anbraten.Inzwischen Kichererbsen in ein Küchensieb geben und mit kaltem Wasser gründlich abspülen. Ein Drittel vom Naturtofu würfeln, mit den Kichererbsen und HaferCuisine in den Küchenmixer geben, fein pürieren.

Zubereitung

Ab in die Pfanne

Ab in die Pfanne
Ab in die Pfanne

Ab in die Pfanne

Kichererbsen-Tofu-Masse zu den angebratenen Zwiebeln geben, in der Pfanne verteilen und wie ein Omelett ohne umrühren anbraten, bis sich auf der Unterseite eine Kruste gebildet hat. Dann mit dem Pfannenwender zerstückeln und Stücke umdrehen. Weitere 5-6 Min. braten und übrigen Naturtofu in die Pfanne bröseln, mit den restlichen Zutaten grob verrühren. Weiter braten,...

Kichererbsen-Tofu-Masse zu den angebratenen Zwiebeln geben, in der Pfanne verteilen und wie ein Omelett ohne umrühren anbraten, bis sich auf der Unterseite eine Kruste gebildet hat.
Dann mit dem Pfannenwender zerstückeln und Stücke umdrehen. Weitere 5-6 Min. braten und übrigen Naturtofu in die Pfanne bröseln, mit den restlichen Zutaten grob verrühren.
Weiter braten, bis das vegane Rührei goldgelb ist, dabei gelegentlich vorsichtig wenden, nicht rühren.
Nach Geschmack mit Salz, schwarzem Pfeffer und Chiliflocken abschmecken.

Zubereitung

Der letzte Schliff

Der letzte Schliff

Der letzte Schliff

Reife Avocado halbieren, den Kern entfernen und Fruchtfleisch mit einem Esslöffel aus den Schalen herauslösen. Avocado grob stückeln oder grob mit einer Gabel zerdrücken und vorsichtig unter das fertige vegane Rührei heben. Nach Geschmack mit frisch gehackten Kräutern (z.B. Schnittlauch und Kresse) bestreuen und auf einem Rucola-Bett servieren.

Reife Avocado halbieren, den Kern entfernen und Fruchtfleisch mit einem Esslöffel aus den Schalen herauslösen.
Avocado grob stückeln oder grob mit einer Gabel zerdrücken und vorsichtig unter das fertige vegane Rührei heben. Nach Geschmack mit frisch gehackten Kräutern (z.B. Schnittlauch und Kresse) bestreuen und auf einem Rucola-Bett servieren.

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