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16. Juli 2018

Wir stellen vor: Unsere Miss Sophie

  • 8min
Marcus Maly

W er sich gerne von unseren veganen Rezepten für neue Koch- und Backsessions inspirieren lässt, kennt ihren Namen wahrscheinlich schon sehr gut - Miss Sophie, das Tofukind hinter den tollen Rezepten. Sie kreiert mit ganz viel Leidenschaft immer wieder neue vegane Rezepte für uns und euch - vom Klassiker bis zum ausgefallenen Menü. Schon öfters wurden wir gefragt, ob unsere Miss Sophie nur eine fiktive Person ist, oder ob es sie nun wirklich gibt. Seid versichert: es gibt sie wirklich! Zum Glück, denn wir dürfen immer wieder ihre leckeren Kreationen probieren. ;-) Auf den schönen Rezepte-Bildern könnt ihr immer wieder einen Blick auf ihre Händer erhaschen. Heute wollen wir euch noch einen Einblick in ihre fröhliche Persönlichkeit geben. Deshalb stellen wir sie euch heute endlich mal vor und haben ihr extra für euch viele neugierige Fragen gestellt. ♥

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Seit wann bist du ein Tofukind?

Ich packe meine Antwort auf diese Frage mal in ein Bild:
Ich war zwar nicht an seiner Zeugung beteiligt und habe es nicht mit zur Welt gebracht – aber ich war sofort begeistert als ich die erste Wahl war und gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, die Tante zu sein, die für tofukind leckere Sachen backt. ♥

Teil des Tofukind-Teams zu sein, darauf hatte ich von Anfang an große Lust, weil hier tolle Leute auf Augenhöhe und voll motiviert etwas Großartiges zusammen gestartet haben.
Das ich als Kommunikationsdesignerin meine Leidenschaft für´s Kochen und Backen mit meinem Beruf verbinden kann, ist einfach großartig. Und, das ich damit einen Beitrag dazu leisten kann zu zeigen, wie vielschichtig, köstlich und selbstverständlich die vegane Ernährung ist. Mit Tofukind wollen wir Inspiration sein für alle, die auf tolles Essen stehen, ganz ohne tierische Produkte. Frischgebackenen Veganern und Interessierten eine Hilfestellung sein, sich zu orientieren.

Mein Anspruch ist, kreative und eigenständige vegane Rezepte zu schaffen und neben den allgemein beliebten Küchenklassikern und Basics möglichst viele ganz neue Kreationen. Wenn manche davon – wie z.B. die Blätterteig-Apfelrosen, die ich aus Ungarn mitgebracht habe oder meine süßen Früchte-Sushi – sich großflächig verteilen und nach nur kurzer Zeit zum festen Bestandteil der veganen Küche und zur Inspiration geworden sind, ist das das größte Lob für mich.

Ich denke, für sich alleine rumwurschteln ist genauso doof wie alleine essen: wenn ich etwas Tolles habe, will ich es am liebsten teilen und andere teilhaben lassen. Deshalb müssen wir übrigens auch mal über eine Kantine für alle tofukinder nachdenken, mit einem laaaaangen Tisch.

Wenn du dich entscheiden müsstest - Süße Naschkatze oder lieber mächtig deftig?

Die Masterfrage ;-)
Am liebsten würde ich mich nicht entscheiden müssen… Aber wenn ich soll, dann wären mein Schlaraffenland und meine Henkersmahlzeit auf jeden Fall aus Süßem! Aber Stopp mal, jetzt habe ich ein Schlupfloch gefunden in Deiner Fragestellung: am liebsten mag ich nämlich schön mächtige Kuchen und Desserts. Für Kuchen und Süßspeisen generell, die ihre Kalorien wert sind, bin ich immer zu haben!

Neue Rezepte kreieren - Viel ausprobieren oder hast du's im Gefühl?

Wer sehr gerne kocht und backt, tut das ja möglichst oft. Wenn man dann gerne Neues ausprobiert, dann kommt mit der Praxis automatisch auch ein Grundverständnis für die Dinge. Vor allem beim Backen ist ja wichtig: was bewirkt welche Zutat im Rezept, wie ist die Konsistenz z.B. eines Teiges richtig, wie kann ich mit Grundrezepten spielen und vielleicht kreativ abwandeln…
Wenn man vegan wird, muss man zwar nicht alles komplett neu lernen, aber es ist schon ein kleiner Neubeginn, weil man plötzlich ein großes Sortiment an Alternativen hat und herausfinden muss, wo man wie was einsetzen kann. Als ich vegan wurde, gab es noch keine veganen Rezeptewelten wie man sie heute online oder in unzähligen veganen Kochbüchern findet. Beim Orientieren und Ausprobieren war eine gewisse Koch- und Backerfahrung insofern schon von Vorteil.
Aber welche vegane Sahne-Alternative am besten für einen bestimmten Süßkram ist, welche Fleischalternativen am Leckersten oder welchen Ei-Ersatz  ich je nach Verwendungszweck nehmen muss – das alles herauszufinden, hat natürlich einige Versuche erfordert. Bis auf einige wenige Male, die ich als absolute Reinfälle bezeichnen würde (wie z.B. SojaCuisine im Kaffee oder meine ersten Macarons-Experimente in der pre-Aquafaba-Aera) hat jeder Versuch mich ein Stück weitergebracht und noch mehr motiviert, etwas besser zu machen. Und da ich immer super neugierig auf die vegane Produktpallette war und bin, habe ich über viele Jahre tatsächlich allen eine Chance gegeben, mich zu überzeugen. Das bringt auch mit sich, dass ich immer Lust habe, mir ganz neue Rezepte auszudenken.
Die längste Zeit meines bisherigen Lebens war ich ein Viel-Fleischesser. Als ich dann vor 11 Jahren aus eigenem Antrieb vegan wurde, war ich zunächst ganz alleine: ich kannte keinen einzigen Vegetarier, geschweige denn einen Veganer. Die heutige Vielfalt an Alternativprodukten war noch lange nicht gegeben. Meine Gründe für Vegan waren ethische Überzeugungen und nicht gesundheitlich Motivierte. Aber durch die Entscheidung, vegan zu leben hat sich mir erst auch diese ganz große Vielfalt beim Essen erschlossen und damit auch eine echte Leidenschaft am Kochen. Ich hätte mir in meiner Anfänger- und Experimentierphase sehr Unterstützung gewünscht, aber so tolle Hilfestellungen und Ratgeber wie heute im Netz gab es damals noch gar nicht. Heute können wir von unseren gegenseitigen Erfahrungen profitieren wie nie zuvor und es macht Riesenspaß, auch ein Teil davon zu sein! 

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Du kreierst so viele tolle Rezepte für uns - kochst du dir überhaupt manchmal das Gleiche oder immer wieder etwas Neues?

Ich bin experimentierfreudig, aber gleichzeitig auch Gewohnheitstier. Essen wie bei Muttern, die liebgewonnenen Gerichte von früher, kommen also relativ häufig auf den Tisch.Tatsächlich erweitert sich die Liste der Leibgerichte aber stetig mit manchen Neukreationen – ich habe weit über 300 vegane Rezepte kreiert und veröffentlicht, davon ist das ein oder andere in unserer Hitliste gelandet. Aber die Möglichkeiten sind noch lange nicht ausgeschöpft, ein paar Hundert werden es wohl sicher noch werden. :P Aber: Kartoffelpüree bleibt festgenagelt an erster Stelle!

Hast du ein bestimmtes Gericht, das du schon immer veganisieren wolltest aber bisher leider daran gescheitert bist?

Autsch. Ja…
Meine Mama backt die weltbesten Windbeutel – gefüllt mit einer Vanillecrème, die so leicht ist wie eine Wolke. Meine Versuche, vegane Windbeutel zu backen, die meinen Ansprüchen genügen, ist mir bisher leider nicht gelungen. Ich nehme das Projekt aber natürlich immer wieder in Angriff und bin zuversichtlich, dass es mir irgendwann gelingt, die vielen Eier in Brandteig und Crème so zu ersetzen, dass ich mit dem Rezept zufrieden bin und es mit der Welt teilen kann. ♥
Weil: Geht nicht gibt´s nicht!

Und sowas gibt es auch: Ich bin grundsätzlich offen und neugierig auf neue Produkte, die ich dann gerne spontan in den Einkaufskorb packe und in einem Rezept ausprobiere. So habe ich neulich zum Beispiel einen Pudding mit Bananenmehl ausprobiert – war geschmacklich sehr lecker, aber optisch leider wenig ansprechend… In solchen Fällen schreibe ich nicht das Produkt ab sondern überlege mir, was ich besser machen kann: in einem Schokoladenpudding wird es sicher eine gute Figur machen.

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Hast du ein Kochmotto?

Nur Eines: Trage niemals weiße Klamotten beim Kochen – Rote Beete, Tomaten & Co können fiese bitches sein und finden garantiert einen Weg auch unter die Schürze auf Dein neues weißes Shirt! Ansonsten sage ich: Essen gut, alles gut. ♥

Du dekorierst deine Speisen für uns ja immer super schön - Mal ehrlich: Machst du das Zuhause auch immer?

Kurz und knapp: Meistens mache ich das nicht. :P
Aber immer öfter versuche ich zumindest, es zu tun, auch wenn ein Gericht nicht fotografiert wird. Es macht ein feines Essen einfach noch ein bißchen toller, wenn es nett angerichtet wird.

Hast du einen Tipp für die Koch-Legasteniker unter uns?

Vielleicht den, der ein Problem adressiert, dem ich häufiger in veganen Rezeptegruppen begegne: Manchmal sind frischgebackene Veganer voll motiviert und dann schnell frustriert, wenn nach mehrmaligen Versuchen etwas nicht gelingt. Das ist absolut nachvollziehbar und der Frust tut mir super leid!
Ich behaupte: Es liegt nicht daran, dass jemand etwa zu doof oder untalentiert wäre. Es liegt wahrscheinlich auch nicht daran, dass eine der veganen Grundzutaten grundsätzlich doof ist. Viel wahrscheinlicher ist, dass man einfach ein „schlechtes“ Rezept probiert hat. Eines, das einfach nicht dem ganz persönlichen Geschmack und Vorstellungen gerecht wird.
Deshalb wäre mein Rat, um dieser Art Frust entgegenzuwirken: Probiert euch als Neuveganer doch lieber erst durch! Bei der Konditorei, die vegane Sachen anbietet und in Restaurants mit veganer Auswahl. Vielleicht habt ihr vegane Bekannte, die bei der nächsten Einladung was mitbringen!?
Probiert, probiert, probiert und findet heraus, was euch vegan schmeckt und dann geniert euch nicht zu fragen, wie es genau gemacht wurde. Wagt euch also zuerst an Sachen, die ihr vorher schon mal gegessen und für gut befunden habt.
Und probiert euch zunächst pur durch die Grundzutaten – auf veganen Straßenfesten, Messen & Co könnt ihr euch durch das Angebot schnabulieren und herausfinden, welche Sachen ihr mögt und welche nicht, bevor ihr sie kauft. Schreibt pflanzliche Milchalternativen nicht per se ab, weil eine Sorte eines Herstellers euch nicht geschmeckt hat. Es gibt Unzählige und aus Erfahrung kann ich euch sagen, dass z.B. Sojadrink von jedem Hersteller anders schmeckt und wer einfach nicht auf Sojadrink steht, der ist vielleicht auf Anhieb begeistert von Cashewdrink o.Ä.
Stellt euch mal vor: ihr wäret auf einer isolierten Insel aufgewachsen und stündet plötzlich in einem kleinen Supermarkt in Deutschland – ein Neuland, ein Schlaraffenland an Waren in den Regalen, die ihr entdecken wollt! Doch eure erste Wahl fällt unglücklicherweise ausgerechnet auf etwas Scheußliches… wäre das nicht fatal, aufgrund geringer Kenntnis und wenigen Fehlgriffen gleich einer ganzen Warengruppe nie mehr eine Chance zu geben?

Also dann los: Traut euch, mit Mut zu kleinen Fehlschlägen, macht es das nächste Mal vielleicht anders und besser! Ihr werdet absolut belohnt von einem euphorischen Hochgefühl, wenn das erste Mal etwas perfekt gelingt und ihr dafür ehrliche Komplimente bekommt. ♥

 

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