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2. Mai 2018

Food-Fotos: Profi-Tipps für perfekte Pics!

  • 4min
Marcus Maly

I nstagram – Inspiration und Frustration in einem. Fragt ihr euch beim Scrollen durch den Feed auch manchmal, warum die Food-Pics bei allen anderen immer so unbeschreiblich geil aussehen und bei euch selbst das leckerste Menü auf dem Foto plötzlich aussieht, als könnte man es direkt in die Tonne hauen? Nachdem ihr euch die folgenden Tipps durchgelesen habt, ist definitiv Schluss mit dem Foto-Frust! ;)

TIPS FOR PERFECT PICS

Für alle, die es eilig haben – hier geht’s direkt zu den Punkten:

  1. The struggle is real - Das Problem mit den Food Fotos
  2. Die Grundlagen
  3. Food Fotografie Tipps von den Profis

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1. The struggle is real - Das Problem mit den Food Fotos

Wenn wir auf Instagram, Facebook und Co unterwegs sind springen uns ständig leckere Food-Pics an. Ungelogen, sie lauern überall – diese perfekten Bilder von Buddha Bowls, Porridge, Müsli, Nudeln, Desserts und, und, und… Da muss man einfach Hunger bekommen. An sich ist das ja nichts Schlimmes, essen ist immer gut. :P Aber wenn man sich dann – inspiriert von all den tollen Food-Fotos – die Mühe macht und sich ein leckeres Gericht zaubert, das eigentlich auch echt lecker aussieht, geht der Ärger los. Stolz wie Oskar will man die tolle Kreation festhalten und mit seinen Freunden teilen – soll ja jeder was von den Kochkünsten haben. Es wird also das Smartphone gezückt – vielleicht sogar auch die super tolle Kamera – drauf los geknipst, und die Vorfreude auf das schöne Foto könnte nicht mehr größer sein. Und dann das: Sieht irgendwie nicht so toll aus. Und das ist noch milde ausgedrückt.

In echt sieht der reich gedeckte Teller aber super lecker aus – wie kann sowas sein? An euren Koch- und Backkünsten liegt es ganz sicher nicht!  Ihr habt das Phänomen vielleicht auch schon in eurem Lieblings-Restaurant beobachtet… Da sucht man sich das tollste Gericht auf der Karte aus, ist vom Anblick total begeistert, lässt den Heißhunger sogar extra noch kurz warten, um ein Bild zu machen und das Ergebnis: Echt mies. Mit diesem Foto könnt ihr eure Lieben nicht gerade davon überzeugen, endlich mal mit in euer Lieblings-Restaurant zu kommen.

Aber genug vom Foto-Frust! Mit ein paar Tipps und Tricks werdet ihr die Schönheit eurer Lieblingsgerichte endlich für die Nachwelt festhalten können und vielleicht werdet ihr ja sogar zum nächsten Instagram-Sternchen… ;)

2. Die Grundlagen

Gutes Licht ist alles!
Ihr kennt das ja bestimmt vom Selfies knipsen… in gutem Licht sind wir gleich viel attraktiver! Unsere natürliche Schönheit, die wir im Spiegelbild ja unschwer erkennen können, ist eine kleine Diva und lässt sich nur im besten Licht für die Ewigkeit festhalten. :P Gleiches gilt für unser Food. Das will natürlich auch nur im besten Licht dastehen. Am besten für unsere Foodfotos wäre Tageslicht. Also: Finger weg vom Blitz! Platziert euer Fotomotiv also am besten gleich am Fenster oder tragt es sogar nach draußen, um das perfekte Foto zu schießen. Ihr esst aber am Abend wenn sich die Sonne schon längst verabschiedet hat? Dann nutzt Trick 17 und greift zur Tageslicht-Lampe. :P

Der perfekte Foto-Winkel
Die Perspektive macht’s. Für einen Teller voller leckerem Essen gibt es vorteilhafte, aber auch sehr nachteilhafte Perspektiven. Wir kennen es wieder von den Selfies … falschen Winkel getroffen und zack – wir haben ein Doppelkinn. Nein, das war nicht schon immer da – die Perspektive ist schuld! ;) Deswegen achtet auch bei eurem Food auf die passende Perspektive. Den meisten Gerichten schmeichelt die Vogelperspektive- also von oben fotografiert – sehr.  Bei sehr hohen Kreationen, zum Beispiel bei leckeren Torten, kann ein seitliches Foto allerdings noch viel ansprechender wirken. Ganz anders als bei unseren Selfies ist jedoch eines: Food verträgt auch mal Nahaufnahmen. :P

Auf die Deko kommt es an
Bei der Deko heißt es zwar „weniger ist mehr“ aber mit der richtigen Deko umgeben wirkt dein Teller nochmal um einiges leckerer. Schöne Teller oder Holzbretter als Untergrund sind immer ein beliebter „Trick“, aber auch weiteres Food wird gerne eingesetzt. Besonders frische, kontrastreiche Zutaten machen sich als Nebenrollen auf euren Food-Pics immer gut! Vielleicht kennt ihr ja den Cheerleader-Effekt? Hier wird behauptet, dass Mädels in der Gruppe automatisch attraktiver wirken würden, als einzeln betrachtet. Klingt etwas gemein und wir wollen uns sicher nicht anmaßen, diese Behauptung als wahr anzusehen … Aber beim Food könnte diese Effekt tatsächlich seine Finger im Spiel haben. :P

Etwas Mogeln – Filter sind die Kunst!
Ja, auch in der Food-Fotografie wird hin und wieder etwas nachgeholfen! Hellt das Foto beispielsweise ein bisschen auf oder dreht leicht an der Sättigung oder dem Kontrast. Auch leichte Filter aus Fotobearbeitungs-Apps können helfen. Aber übertreibt es nicht. Das Ganze soll am Ende ja nicht unnatürlich wirken und man sollte euer Food schon noch erkennen – ihr kennt es wieder von den Selfies. :P

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3. Food Fotografie Tipps von den Profis

Jetzt wo die Basics klar sind, seid ihr bereit für die ultimativen Tipps der Food Fotografie Profis! Von der Blogger-Spezialistin Dajana Eder, über die Rezepte-Entwicklerin Nicole Krenz und die vegane Food-Stylistin und Rezepte-Entwicklerin Marie Dorfschmidt bis hin zu unserer Tofukind Rezepte-Queen Miss Sophie – sie alle haben da so ihre Kniffe für das perfekte Food-Foto. Uns alle verbindet doch eines: Die liebe zu gutem Essen und der Wunsch, mit unseren schönen Kreationen über Social Media und Co auch unsere Mitmenschen hungrig zu machen. :P

Also, jetzt habt ihr die Chance von den absoluten Profis zu lernen – Vorhang auf für ihre Food-Foto Tipps:

Dajana Eder

BLOG http://www.impulsee.eu/ | IG https://www.instagram.com/dajana.eder/

LICHT:

„Am schönsten werden Foodposts mit natürlichem Licht. Richte dich so ein, dass links oder rechts das Fenster ist und verwende auf der gegenüberliegenden Seite eine reflektierende Fläche, wie z.B. weißer Karton. Dadurch bekommt dein Bild ein natürliches Schattenspiel und die Farben werden klar. Achtung: Direkte Sonne ist nicht dein Freund. Flächen können ausbrennen, Schatten werden zu hart, und ggf beginnt deine Speise zu schwitzen oder zu schmelzen. Ein leichter weißer Vorhang kann Abhilfe verschaffen oder einfach soweit vom Fenster entfernen, dass keine direkte Sonne mehr einstrahlt.“

Nicole Krenz

BLOG www.bluetenschimmern.com | IG instagram.com/bluetenschimmern & instagram.com/kuechenfee_im_einsatz

BESTECK / GESCHIRR / SERVIETTEN:

„Teller und Besteck lassen sich wunderbar auf Flohmärkten einkaufen. Dort findet man oft alte, individuelle Stücke für einen günstigen Preis. Da für Bilder oft nur ein Teller benötigt wird, können Einzelteile für einen einzigartigen Look auf den Bildern sorgen. Die Farbe der Teller sollte jedoch auch auf die Farbe der Lebensmittel und des Untergrundes abgestimmt werden. Hier kann ruhig etwas ausprobiert und experimentiert werden. Auch Servietten, Tücher und weitere Accessoires können auf Food Bildern zu einem tollen Gesamtbild beitragen. Für frische Bilder eignen sich moderne und bunte Servietten, zu traditionellen Gerichten passen vor allem Servietten im Landhausstil.“

UNTERGRUND:

"Nicht nur das Essen sollte lecker aussehen: Auch der Untergrund und die Umgebung sollten eine bestimmte Stimmung transportieren. Nicht jeder hat einen alten Holztisch zu Hause, doch können im Baumarkt Tapetenmuster angefragt werden, die als Untergrund für deine Food Bilder für eine tolle Stimmung sorgen. Tapeten gibt es in den unterschiedlichsten Muster- und Farben – von Stein- über Holzoptik bis hin zu bunten Farben."

Marie Dorfschmidt

BLOG www.therawberry.de | IG https://www.instagram.com/therawberry

„Ein Food-Foto ist nicht immer leicht. Wie bei jeder Fotografie gilt es, den Blick des Betrachters zu leiten. Der hellste Punk wird immer zuerst angeschaut. Während man dies im Hinterkopf behält, leitet man das Licht während des Shootings gezielt auf die Stelle an welcher das Augenmerk liegen soll. Wobei der Hintergrund meist etwas dunkler gelassen wird. Am liebsten mache ich Fotos aus verschiedenen Perspektiven. Jedes Set und jedes Gericht ist anders und die Oberflächen geben das Licht unterschiedlich wieder oder schlucken es gar ganz. Gerne dekoriere ich mit frischen Beeren und Quinoa Pops. Sie sind zu meinen Favoriten geworden, da sie einfach immer das I-Tüpfelchen auf einem Foto bilden. Am liebsten fotografiere ich mit Tageslicht, direkt vor einem großen Fenster.“

Unsere Miss Sophie

FOOD DESIGN

„Lass´ Dich bei der Frage, wie man Gerichte schön inszeniert, von der Vielfalt der (veganen) Zutaten inspirieren:
Frische Kräuter, wie Petersilie, Basilikum Schnittlauch, Kresse u.v.a. machen sich als Farbklecks toll auf vielen Food-Fotomodellen! Sind sie Bestandteil Deines Gerichts, sollten gehackte Kräuter ganz zum Schluß und kurz vor dem Shooting unter das Essen gemischt werden, damit sie ihre tolle frische Farbe auf Deinen Fotos beibehalten und nicht trocken oder welk wirken.“

KOCHEN NACH FARBEN

„Manche Gerichte schmecken ganz großartig, verwenden jedoch eine einheitliche Farbpalette an Zutaten – da tun ein paar kontrastierende Zutaten jedem Rezept gut, optisch wie geschmacklich!
Nimm´ Dir deshalb ausreichend Zeit, um konzentriert und stressfrei einkaufen zu gehen. Beim Schlendern über den Markt schreien manche Obst- und Gemüsesorten, Kräuter oder auch essbare Blumen geradezu danach, Bestandteil Deines Rezepts zu werden: da hie glänzend prallen schwarzen Oliven, dort ein Bilderbuch-Rosmarin oder die knackigen Paprikaschoten in den leuchtendsten Farben – könnten sie Deinem Modell nicht einen tollen Farbklecks verleihen und außerdem für den letzten geschmacklichen Schliff sorgen?
Aber wie bei Vielem gilt auch hier: beschränke Dich auf einige wenige Zutaten, die für Farbakzente sorgen, um Dein Gericht und Deine Foodfotos nicht zu überladen!“

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Habt ihr gut aufgepasst? Dann könnt ihr genau JETZT eure Instagram-Karriere starten oder ihr erhaltet zumindest endlich, endlich die ersehnte „Sabber“-Reaktion, wenn ihr euren Lieben zeigt, was ihr wieder leckeres verspeist habt. :P

… wem das alles allerdings nun doch zu viel Aufwand ist – auch nicht schlimm, wird wenigstens das leckere Essen nicht kalt! :P

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