27. Juli 2017

Vegan und Sport - nur für Profis?

Shutterstock //Deutschland is(s)t vegan

E in großes Thema in der veganen Welt ist das Thema Sport bzw. die Frage: Kann man als Veganer Sport ausüben? Gegenfrage: Warum nicht? Wenn eine ausgewogene vegane Ernährung doch – so zeigen es viele Studien und vegan lebende Menschen – super gesund sein kann, warum soll es beim Thema Sport anders aussehen? Eigentlich doch ganz einfach: Training und damit Sport bedeuten Bewegung, dafür benötigt unser Körper Energie, die bekommen wir aus den Nährstoffen unserer Nahrung – und die kann ich über pflanzlichliche oder tierische Lebensmittel gleichermaßen bekommen. Wo also soll das Problem eigentlich genau liegen bzw. woher kommt diese ständige Nachfrage?

Schauen wir uns doch mal in der Sportwelt um, bei den Profis, wo es ja demnach am ehesten schwierig werden müsste, denn diese benötigen besonders viel Energie, um Spitzenleistungen ausführen zu können. Eine kurze Suche bringt jede Menge Beispiele dafür, dass eine vegane Ernährung für Sportler nicht nur funktioniert, sondern sogar zu teilweise extremen Leistungssteigerungen führen kann. Erfolgreiche vegane Sportler findet man in allen Sportarten, vom Sprinter bis zum Gewichtheber. Auch im Mannschaftssport wird zunehmend umgedacht und auf Pflanzenpower gesetzt, werden Ernährungspläne in Richtung „vegan“ hin umgeschrieben. Eigentlich auch kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Körper ganz schön viel damit zu tun hat, Fleisch zu verarbeiten – dabei geht eine Menge Energie verloren. Wer bei einem langen Radrennen zwischendurch mal eine Portion Pasta Bolognese einschiebt, hat die ersten 30-60 Minuten danach erstmal keinen besonderen Spaß.

vegan-und-sport-nur-fuer-profis-3

Diese Erfahrung machte auch der Extremradsportler Ben Urbanke, der schon mal 1.400 Kilometer in 45 Stunden fährt, natürlich mit rein veganer Verpflegung. Er hat extreme Leistungssteigerungen erfahren, seitdem er die Bolognese weggelassen hat, und stattdessen selbstgemachte Riegel auf Basis von Superfoods wie Chiasamen und Matcha unterwegs isst – und das belastet den Körper deutlich weniger. Inzwischen fährt er seinen Radkollegen davon und fährt oft als erster ins Ziel ein. Was ihm besonders auffiel war, dass er deutlich kürzere Regenerationsphasen benötigt, seitdem er vegan unterwegs ist. Weil sich die neugierigen Nachfragen häuften, wie er das mache, hat er seine Erfahrungen in seinem Buch Be faster go vegan festgehalten.

Ebenfalls sehr bekannt in der veganen Welt sind Katrin und Daniel mit ihrem Blog bevegt. Dort schreiben sie nicht nur schon seit über 5 Jahren zum Thema „Vegan und Sport“, sondern haben inzwischen sogar eine richtige Community aktiviert, die sich zu Läufen trifft, bis hin zu Marathonstrecken. Auch sie sind absolut davon überzeugt, dass man mit einer gesunden rein pflanzlichen Ernährung seine Leistungen noch mal steigern kann – und das beweisen sie immer wieder bei den Rennen, inklusive neugieriger Blicke und Nachfragen zu ihrer veganen Message, die sie auf der Brust tragen.

vegan-und-sport-nur-fuer-profis-1

Egal also, ob du Profi oder Hobbysportler bist – eine ausgewogene pflanzliche Ernährung ist ganz sicher nicht zu deinem Nachteil. Kohlenhydrate kannst du genauso wie Protein ganz einfach über Pflanzen bekommen, ohne die ungewünschten Nebenwirkungen von Hackfleisch & Co. Natürlich solltest du dich informieren, welche Pflanzen hier die besten Lieferanten sind, aber ansonsten sehen wir in „Vegan“ und „Sport“ alles andere als einen Widerspruch.

Viel Spaß also beim Sporteln!

Kommentare