18. Juli 2017

Kokospower - von Kopf bis Fuß!

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N atürlich kennt sie jeder von euch, die gute alte Kokosnuss. Aber vermutlich nicht die Wirkung im Detail – und vor allem nicht dahingehend, was sie beautytechnisch so drauf hat. Eine ganze Menge, dürfen wir schon mal vorab verraten.

Dürfen wir kurz vorstellen? Die Kokosnuss!
Die Kokosnuss ist die Frucht der Kokospalme und damit diese gut gedeiht, benötigt sie tropische oder subtropische Klimabedingungen. Die Hauptanbaugebiete liegen daher in Südostasien, Asien und Südamerika. In der Kokosnuss – genauer gesagt im Kern – befindet sich das weiße Fruchtfleisch, welches als Rohstoff dient, um Kokosöl, Kokosfett, Kokoswasser, Kokosmilch und Kokosflocken (getrocknet) herzustellen. Das bestimmt wertvollste „Endprodukt“ ist das gewonnene Kokosöl, welches fast unendliche Verwendungsmöglichkeiten bietet.

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Kokosöl als Beauty-Produkt
Wir möchten nicht mehr tausende Tiegel und Tuben im Badezimmer stehen haben – sondern sehen das wie Vivienne Westwood: Less is more! Zudem möchten wir so wenig Müll wie möglich produzieren. Da liegt der Gedanke nahe, sich eigene Pflegeprodukte herzustellen. Und genau da kommt Kokosöl ins Spiel: Ob als Make-up-Entferner, Creme für Gesicht und Körper oder zur Pflege der Haare – Kokosöl ist in Sachen Schönheit ein echtes Beauty-Wunder!

Gesichtspflege / Lippenpflege
Eine winzige Menge Kokosöl ist prima für die Pflege des Gesichts geeignet. Vor allem, wenn man gereizte Hautpartien hat oder zu rissiger, trockener Haut neigt. Es spendet Feuchtigkeit und wirkt kühlend, aber weniger ist hier wirklich mehr, sonst wird es schnell zu fettig.
Eine Miniportion Kokosöl wirkt auch bei spröden Lippen Wunder. Am besten 2-3 Mal am Tag auftragen und einziehen lassen – meistens sind die Lippen nach einem Tag wieder glatt und weich.

Augen-Make-up-Entferner
Auch dramatisches Augen-Make-up lässt sich mit Kokosöl entfernen. Dazu nimmt man eine erbsengroße Portion Kokosöl und erwärmt sie kurz in den Händen. Als Nächstes das Öl auf ein Wattepad "übertragen" und damit sanft über die (geschlossenen) Augen reiben. Abschließend mit warmen Wasser "nachspülen" – fertig! Gleichzeitig ist die zarte Haut an der Augenpartie gepflegt und ihr braucht keine zusätzliche Augencreme.

Bodylotion / Peeling
Um den Körper nach der Dusche reichhaltig zu pflegen, ist eine (ebenfalls kleine) Portion Kokosöl perfekt. Das Öl zieht schnell ein und hinterlässt keinen Fettfilm – zudem hält der leichte Kokosduft noch eine Weile an.
Mit etwas Meersalz vermischt, kann aus dem Kokosöl auch ein einfaches Peeling angemischt werden. Einfach mit runden Kreisen in die Haut einmassieren und danach mit Wasser abwaschen.

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Haarpflege
Für sprödes und trockenes Haar ist eine nussgroße Menge Kokosöl ein echtes Wundermittel. Einfach in den Händen verreiben und im Haar gleichmäßig verteilen, am besten sogar über Nacht einziehen lassen (die Haare dafür in ein Handtuch wickeln), und am nächsten Tag ganz normal waschen. Diese simple Methode funktioniert auch bei sehr langem Haar – am besten die Menge verdoppeln und einarbeiten.

Zähne
Zahnärzte "predigen" das „Ölziehen“ mit Kokosöl – da es antibakteriell wirkt und verhindert, das sich Zahnbelag festsetzt. Ölziehen ist übrigens ein traditionelles Heilverfahren, dass seinen Ursprung in Indien und Russland hat. Am besten nach der Zahnreinigung morgens und abends jeweils ein bis zwei Teelöffel Kokosöl im Mund zergehen lassen und möglichst lange (mindestens 5 Minuten) durch „die Zähne“ ziehen.

Rasur
Für die Rasur empfindlicher Haut erwärmt man am besten zwei Esslöffel Kokosöl im Wasserbad. Anschließend das Öl kurz abkühlen lassen, auf die Haut auftragen, leicht einmassieren und wie gewohnt rasieren. Du wirst die positive Wirkung schnell spüren.

Tipp: Beim Kauf von Kokosprodukten am besten immer auf Bio-Qualität achten, da beim konventionellen Anbau das gewonnene Kokosöl abschließend gehärtet wird, und so das wertvolle Vitamin E verloren geht. Außerdem empfehlen wir nur Fair-Trade-zertifiziertes Kokosöl zu kaufen, damit die Kleinbauern in Asien oder Südamerika unterstützt und nicht ausgebeutet werden.

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