20. November 2017

Zuckerersatz - Ernährung ohne Zucker

Deutschland is(s)t vegan

Z ucker ist heutzutage für viele Menschen im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr "essbar". Dabei geht es meist gar nicht um die Kalorien. Das Süßungsmittel Zucker enthält nämlich Fruktose, und diese kann unterschiedliche Allergien auslösen. Selten ist eine Fruktoseintoleranz längst nicht mehr, ungefähr jeder Dritte ist schon mehr oder weniger davon betroffen und zuckerfreie Ernährung wird auf einmal zum Thema. Natürlich gibt es auch andere Gründe, aus denen wir auf Zucker verzichten sollten oder wollen. Wir haben deshalb für euch nach Alternativen zu Zucker recherchiert. Jeder Zuckerersatz hat seine ganz eigenen Vorteile und Dank der unterschiedlichen Möglichkeiten ist eine Ernährung ohne raffinierten Zucker gar nicht so schwer!

Datteln und Bananen
Beim Backen machen sich Datteln und Bananen super als Zuckerersatz. Wenn ihr Kuchen, Torten oder Desserts ohne raffinierten Zucker herstellen möchtet, könnt ihr als Zuckerersatz auf die Süßkraft von Datteln oder Bananen zurückgreifen. Wir stellen zum Beispiel unsere Mandelmilch oft selbst her – und süßen sie mit zwei Datteln auf einen Liter Flüssigkeit. Das funktioniert trotz leichter Fruktoseintoleranz ganz gut. Wie bei allen Zuckerersatz Produkten gilt natürlich auch bei Datteln und Bananen: Je mehr du benutzt, um so süßer das Ergebnis.

Agavendicksaft
Für die Herstellung von Agavendicksaft wird der Saft mexikanischer Agaven "abgezapft" und zu Sirup eingekocht. Agavendicksaft ist mittlerweile sehr populär geworden und das beliebteste Zuckerersatz Produkt. Er lässt sich vielseitig einsetzen, denn seine Süßkraft ist gut. Positiv am Agavendicksaft ist der niedrige glykämischen Index. Leider enthält er aber sehr viel Fruktose und ist deshalb für Menschen mit Fruktoseunverträglichkeit weniger gut geeignet.

Ahornsirup
Zur Gewinnung von Ahornsirup werden die Stämme des Zuckerahorns angezapft, und der gewonnene Saft durch Erhitzung eingedickt. Ahornsirup enthält relativ wenige Kalorien, schmeckt leicht nach Karamell. Je dunkler dieser Zuckerersatz ist, desto intensiver ist sein Geschmack. Leider enthält Ahornsirup ebenfalls Fruktose und ist somit für Allergiker schlecht geeignet.

Kokosblütenzucker
Kokosblütenzucker wird als gesunder Zucker momentan ziemlich "gehyped". Er wird aus den Blüten der Kokospalme gewonnen – allerdings erinnert sein Geschmack nicht wirklich an Kokos, sondern eher an Karamell. Gut ist, dass er einen niedrigen glykämischen Index aufweist. Trotzdem führt natürlich auch Kokosblütenzucker zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels und einer Insulinausschüttung, weshalb er weder für Diabetiker noch für Allergiker wirklich gut geeignet ist.

Reissirup
Reissirup kommt ursprünglich aus Japan. Er hat einen milden Geschmack mit einer leichten Karamellnote. Um Reissirup herzustellen, muss Reis gemahlen und mit Wasser und Enzymen erwärmt werden. Dabei wird die Stärke des Getreides in Zuckerstoffe aufgespalten. Anschließend wird die Flüssigkeit gefiltert und zu Sirup eingedickt. Reissirup besteht hauptsächlich aus Glucose und Maltose, enthält jedoch keine Fructose, weshalb er bestens für Menschen mit Fruktoseintoleranz geeignet ist.

Stevia
Stevia stammt ursprünglich aus Südamerika, wird seit Generationen auch in asiatischen Ländern als Zuckerersatz verwendet. Stevia-Produkte können eine bis zu 450 Mal höhere Süßkraft haben als Haushalts-Zucker. Das ist ganz schön "stark", oder? Stevia ist kalorienfrei und wird insulinunabhängig verstoffwechselt. Daher ist Stevia u. a. für Diabetiker ein guter Zuckerersatz. Der Geschmack ist durchaus gewöhnungsbedürftig, und reicht – je nach Stevia Produkt – von leicht metallisch bis bitter.

Xylit
Xylit ist streng genommen ein Zuckeraustauschstoff und wird synthetisch hergestellt. Die Vorteile von Xylit sind erstens ein niedriger glykämischer Index und zweitens ein geringer Kalorienanteil. Regelmäßig angewendet können Xylit-Produkte zur Remineralisierung der Zähne beitragen und so ein Kariesrisiko verringern. Der Geschmack kommt dem vom "normalen" Zucker relativ nah.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Zuckerersatz-Produkten gemacht? Wie geht es euch mit der Ernährung ohne Zucker und welchen Zuckerersatz verwendet ihr gerne? Wir freuen uns auf euer Feedback!

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