18. Juli 2017

Hülsenfrüchte - Power for you!

Eat this!

I n Deutschlands Küchen erleben sie gerade eine Renaissance, anderswo zählen Hülsenfrüchte schon längst zu den Grundnahrungsmitteln. Ganz zu Recht spielen sie nach Getreide die zweitwichtigste Rolle als Lebensmittel. Bist du auch schon im #TeamBean?

All die verschiedenen Arten, von denen es weltweit fast 20.000 gibt, haben eines gemein: Sie strotzen gerade so vor wichtigen und guten Nährstoffen und sind obendrein richtige Sattmacher. Als Protein-Bomben sind sie vor allen Dingen bei aktiven Leuten schon seit geraumer Zeit bekannt, doch enthalten Bohnen, Linsen & Co. nicht nur wertvolles Eiweiß sondern auch viele Vitamine, sowie Mineral- und Ballaststoffe, welche sie zum idealen Bestandteil des Speiseplans machen. Ein meist geringer Fettgehalt und niedriger glykämischer Index halten unseren Blutzucker konstant, weshalb Hülsenfrüchte auch perfekt für Diabetiker geeignet sind. Außerdem helfen Hülsenfrüchte in Kombination mit Vitamin C-haltigen Lebensmitteln bei der Aufnahme von Eisen und beugen so Eisenmangel vor. Nicht nur wichtig in der veganen Ernährung!
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So weit so super, aber gibt nicht jedes Böhnchen auch ein Tönchen? Nicht unbedingt! Wenn keine Lebensmittelunverträglichkeit vorliegt und nach dem Verzehr von Hülsenfrüchten dennoch Beschwerden auftreten, sollte darauf geachtet werden, dass bei der Verarbeitung der Hülsenfrüchte ausreichend lange eingeweicht, gewaschen und gekocht wird, um schlechter verträgliche Stoffe loszuwerden. Auch der hohe Gehalt an unverdaulichen Nahrungsfasern mag dem ein oder anderen ungeübten Bohnenesser so ein bisschen ungewohnte Darmtätigkeiten bescheren. Gib jedoch nicht auf! Bei regelmäßigem Genuss gewöhnt sich dein Körper an die Dinger und du musst weder auf den feinen Geschmack noch den gesunden Inhalt der Hülsenfrüchte verzichten.

Die bunten Kraftpakete, welche auch unter der botanischen Bezeichnung „Leguminosen“ bekannt sind, haben allerdings nicht nur Vorteile für unsere Ernährung. In Sachen Umweltfreundlichkeit machen sie eine ebenso gute Figur. So hinterlassen Hülsenfrüchte im Vergleich zu anderen Lebensmitteln einen relativ kleinen CO-Fußabdruck, verbrauchen beim Anbau insgesamt viel weniger Wasser und benötigen wenig bis gar keinen Dünger.

Die Vielfalt von den proteinreichen Hülsenfrüchten ist riesig und macht sich mittlerweile auch bei der Auswahl im Verkauf immer mehr bemerkbar. Grüne Bohnen, Erbsen, braune Linsen und auch Erdnüsse dürften hierzulande wohl zu den bekanntesten Arten gehören. Ja, eigentlich sind Erdnüsse gar keine Nüsse! Aber auch Kidneybohnen, Kichererbsen und rote Linsen gehören nun zu den üblichen Verdächtigen, welche es bereits vorgekocht in Dosen und Gläsern zu kaufen gibt. Die populäre Sojabohne hingegen landet hier meist in verarbeiteter Form als Tofu oder Tempeh im Regal.
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Wer den Aufwand nicht scheut und sowohl Geld als auch Müll einsparen möchte, der sollte Hülsenfrüchte als Trockenware im Großgebinde kaufen und daheim selbst zubereiten. Eine einmalige Kochaktion mit über Nacht eingeweichten Bohnen oder Linsen, und anschließender Abfüllung in sterilisierte Gläser oder Gefrierboxen, kann dir so einen ordentlichen Vorrat an Hülsenfrüchten liefern, der haltbar bleibt.

Hummus, Kichererbsen-Curry, Bohnen-Patties oder Linsenbolognese sind nur einige Stichworte mit denen wir dir hier Appetit auf gesunde pflanzliche Proteine machen wollen. Mehr Abwechslung auf dem veganen Teller und mehr Power im Alltag sind dir mit Hülsenfrüchten jedenfalls gewiss. Wer kann da noch nein sagen?

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