27. Juli 2017

Algen - Grünes Gold

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S ie gelten als Rohstoff der Zukunft, werden bereits als „grünes Gold“ bezeichnet und trotzdem noch von vielen ignoriert: Algen. Das sollte sich ändern! Die kalorienarmen Pflanzen können nämlich nicht nur Energie liefern, sondern auch uns mit Proteinen, Mineralstoffen, Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren versorgen! Obendrein schmecken sie einfach.

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Unser derzeitiger Lieblingssnack, der Sushi-Burrito, wäre, ohne die Hülle aus Seetang gar nicht denkbar. Eingepackt in ein knuspriges, mild schmeckendes Nori-Blatt wird die Reisrolle mit Gemüsefüllung nicht nur ein Hingucker, sondern auch genial lecker. Wir verwenden gern die gerösteten Meeresalgen von Arche, die in Korea unter ökologischen Bedingungen kultiviert werden und sich damit das EU-Bio-Logo verdient haben.

Vleischig wird es mit der getrockneten Rot-Alge Dulse, die wir bei Maris Algen ergattert haben. Kross angebraten und mit etwas Tamari gewürzt, schmeckt und sieht sie aus wie Bacon, weswegen sie auch als „Speckalge“ bekannt ist. Umami-Aroma hallo, sagen wir da nur! Der Hersteller, ein kleines Start-Up Unternehmen namens Viva Maris, setzt viel Wert auf Nachhaltigkeit und umweltschonenden Anbau im nordischen und noch weitgehendst unbelasteten Gewässer. Unterstützenswert!

Darum haben wir auch gleich noch den Brotaufstrich „Hummus mit Tomate“ von selbiger Firma getestet. In diesem Aufstrich steckt die auch als Zuckertang bezeichnete Braun-Alge Saccharina latissima, welche zusammen mit dem Aroma von Buchenholz und der streichzarten Konsistenz des Kichererbsenmuses eine unglaublich gute Alternative zu Streichwurst ergibt. Wer es herzhaft mag, kommt um diesen würzigen Belag in Bioqualität bei der nächsten Brotzeit nicht herum!

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Ein wenig leichter aber nicht weniger geschmackvoll geht es mit den Algen-Salaten von Bio-Verde aus Naturland-zertifiziertem Anbau weiter. Wir konnten uns nicht entscheiden, und haben beide Sorten probiert. Erstere wartet mit einem erfrischenden Sesam-Ingwer Dressing auf, die zweite Sorte hat eine cremige Wasabi-Marinade zu bieten, welche intensiv schmeckt, aber nicht zu scharf geraten ist. Beide Salate machen sich super als Vorspeise oder als Beilage zu asiatischen Gerichten.

Wer jetzt noch nicht genug hat, sollte die Pasta Tagliatelle von Seamore versuchen! Die getrockneten Blaualgen in Bandnudelform gehen beim Einweichen in heißem Wasser auf die fünffache Größe auf und können anschließend mit Soße oder Dressing wie das Original angerichtet werden. Während beim Quellen ein leichter Duft “nach Meer” aufkommt, ist der Geschmack der Meeres-Spaghetti dezent, die Konsistenz al dente. Diese glutenfreie Alternative zur Teigware ist aus biologisch, nachhaltigem Anbau und rundum zu empfehlen!

Klar, auch Algen sind keine Allheilsbringer in Sachen Ernährung, und wie bei allen Dingen im Leben ist auch beim Verzehr des „grünen Goldes“ Mäßigung angebracht. Es birgt das Risiko von Schadstoffen belastet zu sein, und bei übermäßigem Konsum durch den hohen Jodgehalt der Schilddrüse zu schaden. Wer das Meeresgemüse mit Bedacht auf den Teller lädt, erweitert jedoch seinen Speiseplan um ein gesundes und leckeres Gemüse. Etwas Meer darf es schon sein!

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