26. Oktober 2017

Spice it hot - diese Gewürze schärfen den Essen!

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V ielleicht habt ihr den Spruch "Veganes Essen schmeckt öde" auch schon einmal zu hören bekommen? Stimmt natürlich nicht! Die Würze macht’s halt. Wir haben für euch etwas in der Welt der Gewürze recherchiert und möchten euch unsere liebsten "Scharfmacher" vorstellen. Ein scharfes Gewürz bringt jedem Gericht den richtigen Kick. Achtung, jetzt wird's scharf!


Schinusbeeren
Die Schinusbeere ist kein echter Pfeffer im eigentlichen Sinn, auch wenn sie manchmal als "rosa Pfeffer" bezeichnet wird. Die kleinen Früchte stammen vom brasilianischen Pfefferbaum, welcher in Mittel- und Südamerika beheimatet ist. Die Beeren sind pfeffrig im Geschmack, zudem etwas süßlich mit einem Hauch Wacholder. Die Schinusbeere ist ideal für Gewürzmischungen, Gemüse, Spargel, Salatdressing oder als exotische Zugabe im Müsli oder zum Eis. Mit Schinusbeeren überzeugen deine Gerichte nicht nur kulinarisch, sondern auch optisch.


Kurkuma
Die Kurkuma stammt aus Südasien und ist eine krautige Pflanze innerhalb der Familie der Ingwergewächse. In Indien wird Kurkuma bereits seit 4000 Jahren (!) verwendet und zählt in der ayurvedischen Heilkunst zu den „heißen“ Gewürzen, denen u. a. eine reinigende Wirkung zugesprochen wird. In der westlichen Welt ist Kurkuma mittlerweile als Superfood beliebter denn je geworden. Der wirksame Bestandteil, das Kurkumin, kann bei Erkrankungen der Lunge, des Darms, der Leber oder der Gelenke heilende Wirkung zeigen.
Wir verwenden Kurkuma in fast allen Gerichten, denen wir mit indischer "Schärfe" etwas Pep verleihen möchten. Habt ihr schon einmal frische Kurkuma verwendet? Mittlerweile haben wir diese schon öfter im gut sortieren Bioladen entdeckt. Probiert es einmal aus – der Geschmack ist ganz anders als das beim getrockneten Pulver.


Chili

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Ob ungarische, türkische oder kolumbianische Chilischoten, rote Peperoni oder grüne Jalapeño: Chilis gibt es in vielen Sorten und ebenso diversen Schärfen. Botanisch betrachtet sind Chilis keine Schoten, sondern Beeren. Sie enthalten Capsaicin, einen sekundären Pflanzenstoff, der quasi für die Schärfe verantwortlich ist. Chili kann bei Durchblutungsstörungen helfen und eventuell Erkältungen vorbeugen. Chili ist ein absoluter Klassiker, um einem Gericht die richtige Schärfe zu verleihen. Entweder verwendet man sie getrocknet, in Flockenform, als fein gemahlenes Pulver oder in frischer Form (diese am besten mit Küchenhandschuhen verarbeiten). Wir verwenden Chili gerne in Chili sin Carne, zu Pasta und in vielen asiatischen Gerichten.


Ras el-Hanout

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Ras el-Hanout ist kein scharfes Gewürz an sich, sondern eine scharfe Gewürzmischung, die viele unterschiedliche Zutaten vereint und ursprünglich aus Marokko stammt. Die Zusammensetzung unterscheidet sich regional sehr stark. Es finden sich je nach Herstellung etwa 25 verschiedene Gewürze in der Gewürzmischung. Häufige Zutaten sind: Muskatnüsse, getrocknete Rosenknospen, Zimtstangen, Anis, Chilischoten, Lavendelblüten, weißer Pfeffer oder getrocknete Ingwerwurzel.
Wir verwenden Ras el-Hanout gerne in Gemüsegerichten mit Couscous, Reis oder Hirse, um dem Essen eine typische, nordafrikanische Note zu verleihen: süßlich und scharf zugleich!

Scharf kochen, kann mit verschiedensten scharfen Gewürzen richtig Abwechslungsreich sein. Denn scharf ist nicht gleich scharf! ;-)
P. S.: Wir haben für euch ein sehr raffiniertes Gericht mit Schinusbeeren kreiert – probiert es doch einmal aus.
Guten Appetit!

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