27. Juli 2017

Vegan auswärts essen

Joshua Resnick / fotolia.com //Arina Habich / fotolia.com //Deutschland is(s)t vegan

J eder, der sich vegan ernährt, kennt die mehr oder weniger große Herausforderung, ausserhalb der eigenen 4 Wände etwas Essbares zu finden. Im Vorteil sind ganz klar all jene, die in einer Großstadt wie Berlin, München oder Hamburg leben, denn hier gibt es eine ganze Reihe von Restaurants, Imbissen oder Cafés mit veganem Angebot. Gerade Berlin ist ein wahres veganes Paradies – hier muss man nicht mal groß suchen, sondern findet wirklich fast an jeder Ecke ein veganes Restaurant oder Essensangebot. Aber nicht jeder lebt nun mal in Berlin.

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Grundsätzlich lässt sich auf jeden Fall feststellen, dass es heute sehr viel einfacher als vor wenigen Jahren ist, auch außerhalb von Berlin. Klar, die Zahl rein veganer Restaurants ist ganz stark gewachsen, doch nicht nur das: „konventionelle“ Lokalitäten gehen immer mehr auf diese inzwischen gar nicht mehr so exotische Zielgruppe ein, die eben nur Pflanzen auf dem Teller wünscht. So mancher Gastrotempel freut sich nun über eine ganz neue Zielgruppe, die ihm natürlich auch zusätzliche Einnahmen bringt. Wir freuen uns darüber, denn wenn das vegane Angebot größer wird, schnuppern auch Nicht-Veganer absichtlich oder unabsichtlich mal in die Welt der veganen Gaumenfreuden rein – und sind im besten Falle ganz begeistert.

Im Folgenden ein paar Tipps für deine Suche nach veganer Verpflegung unterwegs.

Besorge dir eine App!
Mit hoher Warscheinlichkeit hast du ein Smartphone. Falls ja, lade dir am besten mal eine App runter, die dir bei der Suche nach veganen Locations (oder solchen mit veganen Optionen) hilft, z.B. Vanilla Bean oder Happy Cow. Natürlich kannst du auch auf den dazu passenden Webseiten nachschauen, falls du kein Smartphone hast.

Esse asiatisch!
Keine Frage, die meisten veganen Optionen wirst du ganz sicher in vietnamesischen, thailändischen, indischen, koreanischen und japanischen Restaurants finden. Hier ist eine vegetarische Ernährungsweise viel verbreiteter als bei uns, und da Dreiviertel der Asiaten laktoseintolerant sind, wird vieles traditionell vegan zubereitet. Nachfragen sollte man trotzdem zur Sicherheit, ob bei den gewünschten Gerichten auf Kuhmilch und Fischsauce verzichtet wird.

Frag nach!
Du wirst auch in anderen Länderküchen, wie der italienischen, türkischen oder der persischen Küche garantiert fündig – so ziemlich jedes Land dürfte traditionell vegane Gerichte anzubieten haben, egal ob Penne arrabiata (ohne Käse bestellen!), Bulgursalat oder Falafelsandwich (bei den Soßen nachfragen!). Glücklicherweise wird man nur noch in den wenigsten Restaurants schräg angeschaut oder gar unfreundlich abgekanzelt, wenn man nach veganen Optionen fragt. So langsam dürfte überall bekannt sein, dass auch Speck, Hühnchen oder Thunfisch wirklich nicht vegan sind. Falls du trotzdem Zweifel hast, lieber nachfragen!

Auf die Schnelle ein Snack
Du bist unterwegs und hast nicht genügend Zeit für einen Restaurantbesuch? Kein Problem, denn Bioläden, Reformhäuser, Drogeriemärkte und auch zunehmend Supermärkte haben eine Menge veganer Snacks zu bieten, die man sich auf die Schnelle besorgen kann, z.B. einen Riegel,  Studentenfutter oder eine vegane Wurst (Obst gibt es natürlich auch überall). Aufpassen solltest du in Bäckereien, denn viele Backwaren enthalten nicht ganz so offensichtliche tierische Inhaltsstoffe.

Vorbereitung ist alles!
Wer absolut auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich am besten einfach gut vorbereiten. Zuhause Zubereitetes kannst du in geeigneten Behältern für unterwegs einpacken, z.B. einen leckeren Quinoa-Salat oder belegte Brote. Riegel und Energiebällchen helfen über den ersten Hunger wunderbar hinweg. Die Möglichkeiten sind hier quasi unbegrenzt.

Du siehst: Auch als Veganer muss man unterwegs nicht leiden. Und mal ganz ehrlich – ist es nicht wunderbar, wenn man das ganze ungesunde Zeug, was einem so „auf der Straße“ angeboten wird, gar nicht mehr essen möchte? Eben!

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